Schonzeiten und Mindestmaße der Fische in Deutschland

Schonzeiten Mindestmaße FischeSchonzeiten für Fische musst Du als Angler unbedingt kennen. Schonzeiten dienen vor allem dazu, dass Fische dem Laichgeschäft in Ruhe nachgehen können. So wird der Nachwuchs gesichert und Du kannst auch die kommenden Jahre Fische beim Angeln fangen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Schonzeiten. Zum einen sind nur bestimmte Zeiträume benannt, in denen man die geschonten Fischarten nicht fangen darf. Zum anderen sind manche Fischarten ganzjährig geschont. Diese haben einen besonderen Schutzstatus und nehmen eine wichtige Rolle im Ökosystem ein.

Auch wenn die Schonzeiten im wesentlichen in ähnliche Zeiträume fallen, so sind sie pro Bundesland unterschiedlich! In einigen Bundesländern unterscheidet man Schonzeiten auch nach Binnengewässern und Küstengewässern.

Übersicht Schonzeit der Bundesländer:

Da die Zeiten in denen bestimmte Fische nicht gefangen werden dürfen pro Bundesland unterschiedlich sind, findest Du hier eine Übersicht:

Häufige Fragen zur Schonzeit

Da es zum Thema Schonzeiten der Fische immer wieder Fragen gibt, sind die häufigsten Fragen mit Antworten hier erklärt.

Warum sind Schonzeiten wichtig?

Schonzeiten dienen als Zeit für die Fische, in denen sie ohne Störung durch den Menschen ihrem Laichgeschäft nachgehen können. Während der Laichzeit befruchtet der männliche Fisch (Milchner) die Eier des weiblichen Fisches (Rogner). Danach werden die Eier je nach Fischart im Gewässer abgelegt. Entweder heften die Fische sie an Wasserpflanzen, legen sie in eine Laichgrube oder lassen sie direkt im Freiwasser ab. Danach gibt es Fischarten, die den Laich sogar vor Laichräubern bewachen.

Es geht also darum, keine Fische zu fangen, die kurz vor der Paarung sind. Man erkennt laichbereite Weibchen übrigens an ihrem prall gefüllten Bauch. Gerade Barsche sind dann kugelrund. Ebenso wäre es schade, Fische zu fangen, die noch ihren Laich bewachen. Oder stell Dir vor, Du ziehst Deinen großen Kunstköder durch Wasserpflanzen an denen Laich vom Hecht haftet. Damit würdest Du auf einmal viele Fische töten. Zudem ist der Stress, den Angler am Gewässerrand verbreiten in der Schonzeit auch nicht gerade zuträglich für die Fortpflanzung.

Welche Fische kann man Angeln?

Grundsätzlich kann man nie gezielt auf einzelne Fischarten Angeln. Es gibt bestimmte Angelmethoden oder Köder, die manche Fischarten und Größen ausschließen. Dennoch ist es nicht möglich, den Fischen das anbeißen zu verbieten. Du Angelst also immer auf viele Fischarten. Um zu verhindern, dass Du Fische in Schonzeiten fängst sind in bestimmten Zeiten Köder und Angelmethoden wie das Spinnfischen verboten.

Welche Fische haben Schonzeit?

Fast jeder Fisch hat eine Schonzeit. Diese ist abhängig vom jeweiligen Bundesland. Es gibt auch Fische, die das ganze Jahr über gefangen werden können. Von diesen gibt es dann in der Regel so viele, dass man sich über die Vermehrung keine Sorgen machen muss. Im Gegenteil, es gibt sogar invasive Arten, die durch ganzjähriges Angeln im Zaum gehalten sollen.

Welche Fische kommen in der Fischerprüfung vor?

In der Fischerprüfung musst Du häufig die Schonzeiten der Fische Deiner Bundesländer kennen. Hier hilft meist nur auswendig lernen. Du kannst Dir natürlich grob die Laichzeiten einiger Fischarten einprägen. Man unterscheidet Sommerlaicher und Winterlaicher. Wenn Du weißt, dass Forellen häufig Winterlaicher sind, ist das bereits eine Orientierung. Die genaue Schonzeit hingegen musst Du einfach wissen.

Am besten Du schreibst Dir selbst eine Tabelle. Durch das manuelle Aufschreiben merkst Du Dir die Zeiten besser.

Darf man während der geschonten Zeit andere Fischarten fangen?

Ja, wenn eine Fischart geschont ist, heißt das nicht das man gar nicht mehr angeln darf. Auch wenn die Gefahr besteht die geschonte Fischart zu fangen. Solltest Du eine geschonte Art am Haken haben, setzt Du sie wie im Angelscheinkurs gelernt einfach wieder zurück.

Welche Regeln gelten in der Schonzeit auf Raubfisch?

In manchen Bundesländern ist es möglich, während der Schonzeit auf Raubfisch trotzdem mit Dropshot zu Angeln. Das ist häufig dort der Fall, wo der Barsch keine Schonzeit hat.
Hier musst Du nur darauf achten, dass Du dich zu den Regeln vorher informierst. Häufig ist es so, dass Du dann einen Regenwurm als Köder nutzen kannst und Gummiköder strikt untersagt sind. Damit selektierst Du eher Barsche, die gern auf die beweglichen Würmer beißen. Andere große Raubfische wie Hecht und Zander gehen eheer selten auf kleine Köder wie Regenwürmer.

Wie hoch ist die Strafe / Bußgeld für gefangene Fische während der Schonzeit?

Wenn Du erwischt wirst, wie Du auf Fische während der Schonzeit mit verbotenen Methoden angelst oder geschonte Fische entnimmst gelten empfindliche Strafen. Dir muss dazu der Vorsatz nachgewiesen werden. Wenn dies der Fall ist, kann es sein, dass Du Dein mitgeführtes Angel-Equipment verlierst und ein Bußgeld verhängt wird. Dieses Bußgeld kann je nach Bundesland bis 75.000,- € betragen. Es lohnt sich also in keinem Fall ein Risiko einzugehen.

Disclaimer: Trotz intensiver Recherche können wir für die Richtigkeit der Angaben, unter anderem aufgrund der Änderungshäufigkeit, keine Haftung übernehmen.

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